Banküberweisung
Was versteht man unter Banküberweisungen?
Bank
Arten von Banküberweisungen
- Inlandsüberweisungen: Diese Überweisungen erfolgen zwischen Konten innerhalb desselben Landes und sind in der Regel schneller als grenzüberschreitende Überweisungen.
- Auslandsüberweisungen: Hier werden Gelder von einem Konto in einem Land zu einem Konto in einem anderen Land transferiert. Solche Überweisungen können länger dauern und höhere Gebühren verursachen, da sie oft über internationale Clearing-Häuser oder Korrespondenzbanken abgewickelt werden.
- Daueraufträge: Hierbei handelt es sich um regelmässige, automatische Überweisungen von einem Konto zu einem anderen, z.B. für Mietzahlungen oder Abonnements.
Sicherheit
Banküberweisungen gelten im Allgemeinen als sicher, da sie durch Bankensysteme geschützt und überwacht werden. Allerdings sollte man immer darauf achten, korrekte und genaue Informationen anzugeben, um Fehler oder Betrug zu vermeiden.
Vorteile
- Effizienz: Schnelle und einfache Übertragung von Geldmitteln.
- Sicherheit: Überwachung und Schutz durch Bankensysteme.
- Nachvollziehbarkeit: Elektronische Überweisungen hinterlassen einen klaren Datensatz, der leicht nachverfolgt werden kann.
Zusammenfassend ist die Banküberweisung ein grundlegender Dienst im Bankwesen, der es Einzelpersonen und Unternehmen ermöglicht, Gelder sicher, effizient und elektronisch zu transferieren. Es handelt sich um ein weit verbreitetes Zahlungsmittel, das in den meisten Teilen der Welt genutzt wird.
Beauftragung, Abwicklung und Empfang von Banküberweisungen
Eine elektronische Banküberweisung repräsentiert eine "Push"-Zahlungsform, bei der Geldmittel von einer Person oder Organisation an eine andere transferiert werden. Dies kann entweder von einem Bankkonto zu einem anderen oder durch einen physischen Bargeldtransfer am Schalter erfolgen. In der heutigen digitalen Ära werden die meisten Banküberweisungen elektronisch veranlasst, und zwar hauptsächlich durch E-Banking, Mobile Banking oder durch spezialisierte Zahlungssoftware wie Buchhaltungspakete oder ERP-Systeme.
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config:
theme: neutral
themeVariables: {}
---
flowchart LR
subgraph Debitoren["Kanäle für Zahlungsauftrag"]
direction LR
D1(["E-Banking"])
D2(["Mobile Banking"])
D3(["Zahlungssoftware"])
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D5(["Telefonauftrag"])
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D7(["Andere Bank als
indirekter Teilnehmer"])
end
subgraph Zahler["`**Kunde-an-Bank**`"]
Debitoren
I1["Bank des
Auftragsgebers"]
end
subgraph Kreditoren["Kanäle für Gutschrift"]
direction LR
K1(["E-Banking"])
K2(["Mobile Banking"])
K3(["Zahlungssoftware"])
K4(["Brief Papierkontoauszug"])
K5(["Andere Bank als
indirekter Teilnehmer"])
end
subgraph Begünstigter["`**Bank-an-Kunde**`"]
Kreditoren
I2["Bank des
Begünstigten"]
end
subgraph clearing["Clearing und Settlement"]
direction TB
C1[["Clearing und
Settlement System"]]
C2["Nationalbank"]
end
I1 -- Überweisung --> clearing
C1 --> C2
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clearing -- Gutschrift --> I2
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Beauftragung, Abwicklung und Empfang von Banküberweisungen
Elektronische Banküberweisung mit Zahlungssoftware
Elektronische Banküberweisung werden normalerweise von einem Unternehmen mittels seiner Zahlungssoftware über einen gesicherten Kanal an seine Bank gesendet, um eine oder mehrere Überweisungen von Geldmitteln von einem Konto zu einem oder mehreren anderen Konten zu veranlassen.
für elektronische Kundenaufträge zur Initiierung von Einzel- oder Sammelzahlungen wird häufig die pain.001-Meldung verwendet. Es handelt sich um eine Banküberweisungsnachricht im XML-Format. Die pain.001-Meldung ist ein Teil des ISO 20022-Standards für Finanznachrichten. ISO 20022 ist eine internationale Norm für elektronische Datenaustausch zwischen Finanzinstituten. Der Name "pain.001" steht für "Payment Initiation", was "Zahlungsinitiierung" bedeutet. Das Format wird häufig für Kundenaufträge zur Initiierung von Einzel- oder Sammelzahlungen verwendet.
Die nachfolgende Abbildung illustriert den Austausch von ISO-20022-Meldungen für eine Banküberweisung.
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init: {
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sequenceDiagram
participant ZP as Zahlungspflichtiger
participant BZP as Bank
Zahlungspflichtiger
participant CS as Clearing und
Settlement
participant BZE as Bank
Zahlungsempfänger
participant ZE as Zahlungsempfänger
autonumber
ZP -->> ZE: Auftrag
ZE -->> ZP: Forderung
ZP ->> BZP: Zahlungsauftrag
(pain.001)
BZP ->> ZP: Zahlungsstatus
(pain.002)
BZP ->> CS: Kundenzahlung
(pacs.008)
CS ->> BZP: Zahlungsquittung
(pacs.002)
CS ->> BZE: Kundenzahlung
(pacs.008)
BZE ->> CS: Zahlungsquittung
(pacs.002)
BZP ->> ZP: Kontoreporting
(camt.052/053/054)
BZE ->> ZE: Kontoreporting
(camt.052/053/054)
-
Der Zahlungspflichtige gibt dem Lieferant / Service Provider einen Auftrag.
-
Der Lieferant / Service Provider stellt eine Forderung / Rechnung.
-
Die Bank des Zahlungspflichtigen validiert den Zahlungsauftrag und sendet den Status der Verarbeitung mit einer pain.002-Meldung zurück.
-
Die Bank des Zahlungspflichtigen belastet das Konto des Zahlungspflichtigen und schickt die Zahlung via Clearing-System der Bank des Zahlungsempfängers.
-
Das Clearing-System bestägigt die Banküberweisung mit einer Interbank-Status-Meldung.
-
Das Clearing-System leitet die Zahlung an die Bank des Zahlungsempfängers weiter.
-
Die Bank des Zahlungsempfänger bestägigt die Banküberweisung an das Clearing-System.
-
Die Bank des Zahlungspflichtigen rapportiert die Kontobelastung dem Zahlungspflichtigen mittels gewünschtem Kontoreportig.
-
Die Bank des Zahlungsempfänger rapportiert den Zahlungseingang dem Zahlungsempfänger mittels gewünschtem Kontoreportig.
Ausnahmen (Exceptions) bei elektronischen Banküberweisungen
Je nach Verfahren sind folgende Ausnahmen vorgesehen, welche auch als 'Rs' bekannt sind:
Ablehnung (Rejects)
Bei Banküberweisungen, welche von der Bank des Auftraggebers vor der Interbankabwicklung wegen falscher Formatierung, ungültiger Kontonummern oder unzureichender Deckung abgelehnt wurden, wird der Auftrag nicht ausgeführt und der Auftraggeber mit dem Grund der Ablehnung benachrichtigt.